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Schnellbach

Information über die Gemeinde Schnellbach

"Dieses Dorf Schnellbach, so eine Viertelstunde von Floh hinauf nach dem Walde zu liegt, hat vermutlich seinen Nahmen von den schnell durchfließenden Bach bekommen...“ schrieb der 1672 geborene Schmalkalder Heimatforscher Konrad Geisthirt in seiner Historia Schmalkalda. Und noch heute eilt der Nesselbach schnell durch das Dorf, fließt dann gemächlich durch die Talaue und mündet zuletzt in die Schmakalde.
Erstmalig wird der Ort Schnellbach 1350 unter den zum Amt Schmalkalden gehörenden Orten erwähnt.
Schon 1290 wurde ein Hospiz an der alten Straße von Schmalkalden über den Rennsteig nach Tambach-Dietharz erwähnt. Dieses Hospiz wuchs zu der Ansiedlung Nesselhof, welche 1840 nach Schnellbach eingemeindet wurde.
Die ältesten Einwohner waren Köhler und Waldarbeiter; daneben gab es auch noch einige Fuhrleute. Im 19. Jahrhundert begann in verschiedenen Drechslereibetrieben die Holzverarbeitung.
Daneben wurden Fabrik- und Steinbrucharbeiter im Ort ansässig.
Die Landwirtschaft war auf dem kargen Boden unbedeutend, die Viehzucht überwog gegenüber dem Ackerbau.

Die Gemarkung Schnellbach umfasst eine Fläche von 11,28 qkm. Sie grenzt an Struth-Helmershof, Schmalkalden OT Weidebrunn und Floh.
1684-1686 wurde die erste Kirche in Schnellbach gebaut. Diese war aus Holz.
1738 wurde auf Veranlassung des Erbprinzen Friedrich von Hessen der Grundstein für die jetzige Kirche gelegt. Erbprinz Friedrich von Hessen heiratete 1720 die Prinzessin und Nachfolgekönigin von Schweden und wurde damit König
von Schweden. Davon zeugt das Wappen über dem Seiteneingang der heutigen Kirche.
1740 wurde die Kirche fertig gestellt und zu Pfingsten feierlich eingeweiht.


Auch Schnellbach ist von Katerstrophen nicht verschont geblieben. Hochwasser gab es öfters. So 1873, als es 14 Tage regnete und in der Nacht vom 27. zum 28. Juni eine fast 2 m hohe Flutwelle sich durch Schnellbach wälzte. Weitere Hochwasser waren noch im Jahre 1890 und 1981. Da war Schnellbach 2 Tage von der Umwelt abgeschlossen. Die Hauptstraße war bis zu 2 m tief ausgespült. Größere Schäden an Häusern gab es nicht.




Hochwasser 1981






Auch mit Wasserknappheit mußten die Schnellbacher zurecht kommen.
1893 hatte es 22 Tage nicht geregnet. Der Nesselbach war fast ausgetrocknet.
1973 war auch noch mal eine Wasserknappheit. Es musste eine Notwasserleitung geschaffen werden und Wasserwagen wurden eingesetzt.

1873, 1876 und 1972 wurde Schnellbach von orkanartigen Stürmen heimgesucht. Bäume wurden abgebrochen wie Streichhölzer.
Aus dem Nachlas und einigen Zeitungsberichten des Ortschronisten Horst Leffler ist zu erfahren, dass 1892 die erste Erwähnung der Schutzhütte „Weidmannsruh“ am Silberberg gebaut wurde.
Dies war im Zusammenhang mit dem Bau des Forsthauses am Spielmannsborn.
Die Hütte sollte den Forstarbeitern als Schutz vor schlechten Wetter dienen.
Nach dem 2. Weltkrieg war die Hütte der sinnlosen Zerstörung ausgesetzt. Einheimische Weidgenossen der neuen DDR sicherten die Schutzhütte provisorisch. Später wurde es ein Projekt der Jugend von Schnellbach. 1963 hat man die
Bewirtschaftung der Herberge wieder aufgenommen. Die Hütte wurde in das Jugend-Herbergssystem der DDR aufgenommen und bekam den Namen „Werner-Selenbinder.“

1982 hat man durch den kleinen Grund eine Mittelspannungsleitung in Richtung Ebertswiese gelegt. An der Sumpfwiese hat man eine Leitung Richtung der Wanderherberge abgezweigt. So bekam die „Weidmannsruh“ nach langem hin
und her ihren Strom.
1922 entstand gemeinsam mit Floh die erste Wasserleitung. Das Wasser spendete eine Quelle im Nesselgrund. 1961 wurde die Wasserleitung bis zum Nesselhof erweitert.

1950 wurde der Sportplatz wieder übergeben, der in der Kriegszeit als Schrebergärten genutzt wurde.
1959 entstand eine Konsumverkaufsstelle. Diese funktionierte bis zur Wende.

1962 erwarb die Gemeinde den Gasthof „Zum Löwen“. Dieser wurde rekonstruiert und ausgebaut. Seit 1974 war Schnellbach ein Urlauberort.
Im Gasthof „Zum Löwen“ versorgte man die FDGB-Urlauber gastronomisch.
Die Unterbringung der Feriengäste war meistens privat.

Das Hartsteinwerk „Nesselgrund“ existiert seit 1971.

1986 feierte man die 300. Kirmes. Aus diesem Anlass gründete sich die Trachtengruppe „Schnellbach“. Die alte Feldscheune, hinter den Gasthof „Zum Löwen“, hat man zur Festscheune umgebaut. Die Trachtengruppe feierte später, immer zu Pfingsten, ein Trachtenfest.
Das neue Feuerwehrgerätehaus war 1987 fertig.
Freie Wahlen kennt man seit 1990.
1993 wurden Schnellbach und Floh zu einer Gemeinde.


Ortschronist Dieter Kaufmann

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