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Hohleborn

Geschichte Hohleborn (aus der Chronik anlässlich der 650-Jahrfeier)

Hohleborn liegt in einem geologisch sehr interessanten Gebiet im Thüringer Wald. Etwa 2 km südwestlich des Ortes verläuft die Südwestrandstörung des Thüringer Waldes in NW-SO-Richtung zwischen Trusetal und Floh.

Sie wird als Stahlbergstörung bezeichnet. südwestlich der Stahlbergstörung schließt sich das Vorland des Thüringer Waldes an, das überwiegend aus Gesteinen des Buntsandsteins besteht.

Eng verbunden waren viele Einwohner von Hohleborn mit dem Bergbau der näheren Umgebung, der ja im geologischen Bau des Gebietes begründet ist. Im nahen Stahlberg und im ehemaligen Bergwerk Erzschwinde sind entlang der Stahlbergstörung im Tertiär eisen- und schwerspathaltige Lösungen aufgestiegen. Sie drangen in die Zechsteinkalke ein.
Durch die Reaktion zwischen dem Kalk und den eisenhaltigen Lösungen entstand Siderit (Spateisenstein).

Der Schwerspat (Baryt) blieb unverändert. Im Bereich der Oxydationszone setzt sich der Siderit durch Einwirkung von Luft und Wasser zu Limonit (Brauneisenerz) um.
Früher wurde im Stahlberg – das Bergwerk wurde 1385 erstmals urkundlich erwähnt –
und im Bergwerk Erzschwinde Eisenerz abgebaut.
Das Eisenerz des Stahlberges bildete eine bedeutende Grundlage der Schmalkalder Kleineinsenindustrie.
Der Abbau von Eisenerz und Schwerspat im Tiefbau am Stahlberg wurde bis 1967 betrieben.

1340 erste urkundliche Erwähnung von Hohleborn Holbúrn
1449 Holnborn – Bedeutung : Brunnen aus der Hohle

1541 2 Eisenhämmer in Hohleborn
Arbeitszeit im Handwerk: morgens 3.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr
Verkaufsordnung:

      Hohleborn muss das fertige Eisen in die Stadt zum Verkauf bringen. Den halben Zentner für höchstens 23 Gnacken. Der Kaufmann soll am halben Zentner nicht mehr als 3 Gnacken verdienen. Der Handel ins Ausland nur mit Genehmigung der Obrigkeit.


1570 Das geschlagene Holz vom Hundsrück wurde auf den Schneidmühlen verarbeitet und zum Teil als Lichtkohle verkohlt. Die Dielen wurden in die Stadt verkauft und ins Land Hessen mittels Flößen zum Versand gebracht.

1583 Nach dem Tode des letzten Hennnebergers fiel das Gebiet ganz an Hessen

1683 Eines der vielen Hochwasser der „Schmalkalde“, es wurden oft Wehre und Gebäude, Uferbefestigungen und vor allem Brücken zerstört oder gar weggerissen

1714 Bau des Schulhauses

1755 Erbauung des Schulturmes





1804 Bau des Friedrichswerk als Draht- und Hammerwerk, Bau des Walzwerkes

1871 Große Überschwemmung – Bau der Brücke an der Schule und am Hundsrück

1890 Eisenbahntunnel und Steinviadukt werden von italienischen Erbauern harmonisch in die Landschaft eingepasst


1894 Neubau des Schulsaales

1947 Bau eines Wohnhauses für 6 Familien an langen Acker

1950 Gemeinde Hohleborn kommt zum Kreis Meiningen

1952 Kreis Schmalkalden wird neu gebildet, Hohleborn wird einbezogen

1954 in Hohleborn hält zum ersten Mal der Zug

1968 Das Hühnerhaus am langen Acker wird zum Kindergarten umgebaut

1975 Die Gemeinde kauft die Gaststätte „Thüringer Wald“

1977 Schulkinder besuchen jetzt die neue Schule in Floh

1983 Generalreparatur des Schulturmes

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